Funktionsstörungen nach Schlaganfällen

SCHMERZEN

Gelähmte Schultermuskeln können die Sehnen nicht dabei unterstützen, den Oberarm im Schultergelenk zu halten. Dadurch springt der Arm aus dem Gelenk, was sehr schmerzhaft ist und die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit von Hand und Arm verhindern kann.


DEPRESSIONEN

Depressionen nach einem Schlaganfall, wie nach jeder schweren Erkrankung, treten sehr häufig auf, werden oft nicht erkannt, vermindern die Genesungsfähigkeit der Patienten und beeinträchtigen ihre Lebensqualität. Zudem trifft dies nicht nur die Patienten selbst, sondern auch deren Lebenspartner/innen oder die nächsten Angehörigen, die sie pflegen. Für viele Patienten, ihre Lebenspartner/innen und ihre Kinder bedeutet das eine andauernde Belastung.


SCHWUND KOGNITIVER FÄHIGKEITEN

Schlaganfalle können zu einem Schwund kognitiver Fähigkeiten führen, der sogar noch häufiger nach einem wiederholt erlittenen Schlaganfall einsetzt. Dies ist auch der Fall nach wieder auftretenden subklinischen Schlaganfällen, die oft aufgrund des Fehlens klassischer Symptome nicht diagnostiziert werden. Gleichwohl führen sie zu fortschreitender Schädigung und vermindern die geistigen Fähigkeiten der Betroffenen.


SPASTISCHE LÄHMUNGEN

Spastische Lähmungen sind wie ein schlimmer Muskelkater. Schlaganfallbedingte Hirnschädigung führt mitunter dazu, dass gelähmte Muskeln beim Versuch, ein Körperglied zu bewegen, sich unwillkürlich zusammenziehen. Die Folgen sind Anspannung und Steifheit. Häufig versteifen die kontrahierten Muskeln die Hand- oder Armgelenke dauerhaft in einer abnormen und oft schmerzhaften Stellung. Wenn die vollständige Bewegungsfreiheit von Muskeln nicht gewährleistet ist, kann dies eine Anspannung der Sehnen und des umliegenden Weichgewebes zur Folge haben. Dadurch wird das Strecken eines Muskels außerordentlich erschwert.

Armspastik kann zu einer geballten Faust, einem gebeugten Ellenbogen oder einem gegen die Brust gepressten Arm führen. Dies kann tägliche Verrichtungen wie das Ankleiden erheblich beeinträchtigen. Spastische Lähmungen des Beines können Knieversteifung, Spitzfuß und Verkrampfung der Zehen hervorrufen.

Sämtliche der genannten Funktionsstörungen lassen sich diagnostizieren, und für die meisten bestehen Behandlungsmöglichkeiten (Verlinkung folgt).

World Stroke Organization

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The Post Stroke Checklist
Improving Life After Stroke

Developed to focus on the need for improved long-term stroke management.

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