Fakten und Zahlen

Frage:
Stimmt es, dass jedes Jahr mehr als sechs Millionen Menschen an einem Schlaganfall sterben?

Antwort:
Ja, das ist richtig. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und weiterer führender Schlaganfallexperten sterben jedes Jahr 6,2 Millionen Menschen an einem Schlaganfall.

Schätzungen zufolge starben 2008 17,3 Millionen Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen (kardiovaskulären Erkrankungen), das entspricht 30 % aller Todesfälle weltweit. Davon war ein geschätzter Anteil von 7,3 Millionen Fällen auf koronare Herzerkrankungen und von 6,2 Millionen Fällen auf Schlaganfall zurückzuführen.

Quellen:

  • Global status report on noncommunicable diseases 2010. Genf, Weltgesundheitsorganisation, 2011.

  • Global atlas on cardiovascular disease prevention and control. Genf, Weltgesundheitsorganisation, 2011.

  • Cardiovascular Diseases, WHO-Infoblatt Nr. 317. Aktualisiert März 2013. http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs317/en/

  • WHO (2005). Preventing chronic diseases: a vital investment. Genf, Weltgesundheitsorganisation.

  • Truelsen, T., Heuschmann, P.U., Bonita, R. et. al., (2007). Standard method for developing stroke registers in low-income and middle income countries: experiences from a feasibility study of a stepwise approach to stroke surveillance (STEPS Stroke). The Lancet Neurology, 6, 134-139.

Frage:
Ist es zutreffend, dass durch Schlaganfälle jedes Jahr mehr Menschen ihr Leben verlieren als durch AIDS, Tuberkulose und Malaria zusammengenommen?

Antwort:
Ja, das ist richtig. 2008 belief sich die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit AIDS weltweit auf etwa 2 Millionen (zwischen 1,7 und 2,4 Millionen), und 1,8 Millionen Menschen starben an Tuberkulose, darunter 500 000 HIV-Infizierte; 2006 wurden 247 Millionen Malariaerkrankungen registriert, die bei einer Million Menschen, überwiegend Kindern in Afrika, zum Tode führten.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und sonstiger führender Schlaganfallexperten führt Schlaganfall jedes Jahr zum Tod von 6,2 Millionen Menschen.

Quellen:

  • Global status report on noncommunicable diseases 2010. Genf, Weltgesundheitsorganisation, 2011.

  • Global atlas on cardiovascular disease prevention and control. Genf, Weltgesundheitsorganisation, 2011.

  • Cardiovascular Diseases, WHO-Informationsblatt Nr. 317. Aktualisiert März 2013. http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs317/en/

  • 2009 AIDS Epidemic Update. Genf, UNAIDS/WHO.

  • Malaria, WHO-Informationsblatt Nr. 94. Aktualisiert Januar 2009. http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs094/en/

  • WHO Stop TB Partnership – Tuberculosis Facts. Aktualisierung 2009. www.who.int/tb

Frage:
Stimmt es, dass auch Kinder von Schlaganfall betroffen sein können?

Antwort:
Ja, das ist zutreffend. Kinder, sogar Neugeborene, können Schlaganfälle erleiden. Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten der Mitglieder der World Stroke Organization (WSO).

Quellen:

Frage:
Stimmt es, dass die meisten Schlaganfälle nicht schmerzhaft sind?

Antwort:
Ja, das ist richtig. Die meisten Schlaganfälle sind nicht mit Schmerzen verbunden. Vier von fünf Schlaganfällen werden von einem Blutgerinnsel im Gehirn ausgelöst und verursachen in der Regel keine Schmerzen. Ein Schlaganfall unterbricht die Sauerstoffversorgung eines Teils des Gehirns. Gehirnzellen beginnen abzusterben; dieser Vorgang löst normalerweise keine Schmerzen aus. Achten Sie auf die Symptome, auch wenn Sie keine Schmerzen haben. Nur jeder fünfte Schlaganfall wird von einer Gehirnblutung verursacht, und diese Form des Schlaganfalls ist in der Regel sehr schmerzhaft.

Quelle:

Frage:
Trifft es zu, dass weltweit alle 10 Sekunden ein Mensch durch Schlaganfall sein Leben verliert?

Antwort:
Ja, das ist der Fall. Schätzungen zufolge sterben weltweit jede Minute sechs Menschen an Schlaganfall.

Quellen:

  • World Health Report 2007. Genf, Weltgesundheitsorganisation.

  • International Cardiovascular Disease Statistics. (Aktualisierung 2007). Eine Veröffentlichung der American Heart Association.

Frage:
Stimmt es, dass alle zwei Sekunden irgendwo auf der Welt ein Mensch einen Schlaganfall erleidet?

Antwort:
Ja, das ist richtig. Man schätzt, dass sich weltweit jede Minute 30 Schlaganfälle ereignen. Die Mehrzahl davon wird als sogenannter „stummer“ oder „stiller“ Schlaganfall bezeichnet. Diese Form von Schlaganfall tritt am häufigsten auf. Die Bezeichnung ist allerdings unzutreffend: Wenn Menschen mit einem „stillen" Hirninfarkt untersucht werden, lassen sich kaum wahrnehmbare neuropsychologische und neurologische Ausfälle feststellen. Einem Artikel der Framingham-Studie zufolge haben durchschnittlich 10 Prozent der Menschen im Alter von 62±9 Jahren, die schlaganfallfrei in ihrem sozialen Umfeld leben, bereits einen „stillen“ Schlaganfall erlitten. Wenn geringfügige Schlaganfälle nicht beachtet werden, können sie zu erheblichen Störungen führen. Ein subklinischer Schlaganfall ist mit der erhöhten Wahrscheinlichkeit verbunden, weitere subklinische Schlaganfälle bzw. einen klinischen Schlaganfall zu erleiden und/oder an Demenz zu erkranken. Die Kombination von subklinischen Schlaganfällen und subklinischen Alzheimerstadien können die Grundlage für eine Verbindung von Schlaganfall und Demenz bilden, wenn man bedenkt, dass das Risiko, eine oder beide dieser Krankheiten zu entwickeln, eins zu drei beträgt.

Quellen:

  • Das RR, Seshadri S, Beiser AS, Kelly-Hayes M, Au R, Himali JJ, Kase CS, Benjamin EJ, Polak JF, O'Donnell CJ, Yoshita M, D'Agostino RB, DeCarli C, Wolf PA. Prevalance and correlates of silent cerebral infarcts in the Framingham Offspring Study. Stroke. 2008;39: im Erscheinen. Digitale Veröffentlichung vor der Printversion, 26. Juni 2008. DOI: 10.1161/STROKEAHA.108.516575.

  • Vermeer SE, Longstreth WT Jr, Koudstaal PJ. Silent brain infarcts: a systematic review. Lancet Neurol. 2007; 6: 611–619. [CrossRef][Medline] [Artikel kann über Infotrieve bestellt werden].

  • Yaksuhiji Y, Nishiyama M, Yakushiji S, Hirotsu T, Uchino A, Nakajima J, Eriguch M, Nanri Y, Hara M, Horikawa E, Kuroda Y. Brain microbleeds and global cognitive function in adults without neurological disorder. Stroke. 2008; 39: im Erscheinen.

  • Shehadri S, Beiser A, Kelly-Hayes M, Kase CS, Au R, Kannel WB, Wolf PA. The lifetime risk of stroke: estimates from the Framingham Study. Stroke. 2006; 37: 345–350.

Frage:
Stimmt es, dass gegenwärtig 80 % der von Schlaganfall betroffenen Menschen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen leben?

Antwort:
Ja, das stimmt. Von Schlaganfällen sind zurzeit unverhältnismäßig häufig Menschen in ressourcenarmen Ländern betroffen. Im Zeitraum 2000 bis 2008 übertraf die Schlafanfallhäufigkeit in Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommen diejenige in Ländern mit hohem Einkommen um 20 %.

Quelle:

Truelsen, T., Heuschmann, P.U., Bonita, R. et. al., (2007). Standard method for developing stroke registers in low-income and middle income countries: experiences from a feasibility study of a stepwise approach to stroke surveillance (STEPS Stroke). The Lancet Neurology, 6, 134-139.

Frage:
Ist es zutreffend, dass Länder mit knappen Ressourcen, in denen die Sensibilisierung für Vorsorge, Betreuung und Unterstützung nur äußerst gering entwickelt ist, die Häufigkeit von Schlaganfällen zunimmt und mit einer unverhältnismäßig hohen Belastung einhergeht?

Antwort:
Ja, das ist richtig. Gegenwärtig leben zwei Drittel der Menschen, die einen Schlaganfall erleiden, in Entwicklungsländern, deren Gesundheitssysteme ohnehin schon die Grenze ihrer Belastbarkeit erreicht haben.

Quelle:

Truelsen, T., Heuschmann, P.U., Bonita, R. et. al., (2007). Standard method for developing stroke registers in low-income and middle income countries: experiences from a feasibility study of a stepwise approach to stroke surveillance (STEPS Stroke). The Lancet Neurology, 6, 134-139.

Frage:
Stimmt es, dass Schlaganfall die zweithäufigste Todesursache für Menschen im Alter von über 60 Jahren ist?

Antwort:
Ja, das ist zutreffend. Nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation ist Schlaganfall die häufigste Todesursache für Menschen über 60 und die fünfthäufigste im Alter zwischen 15 und 59 Jahren.

Quelle:

Mackay, J & Mensah G. (2004). Atlas of Heart Disease and Stroke. Genf, Weltgesundheitsorganisation.

Frage:
Stimmt es, dass die meisten Menschen die ersten Anzeichen eines Schlaganfalls nicht erkennen?

Antwort:
Das ist richtig. Annähernd 70 % der Patienten erkennen die vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns (transitorische ischämische Attacke, TIA) oder einen leichten Schlaganfall nicht, 30 % zögern eine ärztliche Untersuchung um mehr als 24 Stunden hinaus, unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialer Schicht oder Bildungsniveau, und ungefähr 30 % früher Schlaganfallrezidive ereignen sich vor einer ärztlichen Untersuchung. Ohne eine Ausweitung wirksamer Aufklärung aller Bevölkerungsgruppen werden die Möglichkeiten der Akutprävention nicht in vollem Umfang genutzt werden können.

Quelle:

Chandratheva, A., Lasserson, D.S. et al. (Juni 2010). Population-Based Study of Behavior Immediately After Transient Ischemic Attack and Minor Stroke in 1000 Consecutive Patients: Lessons for Public Education. Stroke, 41, 1108-1114.

Frage:
Stimmt es, dass hoher Blutdruck der größte Risikofaktor für Schlaganfall ist?

Antwort:
Ja, das ist zutreffend. Es ist sehr wichtig herauszufinden, ob man aufgrund von Bluthochdruck, Diabetes oder einem hohen Blutcholesterinspiegel gefährdet ist.

Quellen:

Helsingborg Declaration 2006 on European Stroke Strategies (Hrsg. T. Kjellstrom, B. Norrving, A. Shatchkute). Kopenhagen, Weltgesundheitsorganisation.
Norrving, B. (2003). Long-term prognosis after lacunar infarction. The Lancet Neurology, 2,(4), 238-245.

Frage:
Stimmt es, dass Schlaganfall weltweit eine der Hauptursachen für eine Behinderung ist?

Antwort:
Ja, das ist zutreffend.

Der Zeitschrift The Lancet in ihrer Ausgabe vom 28. November 2009 zufolge ist Schlaganfall die zweithäufigste Ursache für eine Behinderung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Häufigste Ursache ist Demenz. Zusammen genommen machen Demenz und Schlaganfall ein Drittel aller langfristigen Behinderungen weltweit aus. Auch die 2004 aktualisierte und 2008 wieder veröffentlichte WHO-Studie The Global Burden of Disease (Die globale Belastung durch Krankheit) liefert Daten zu (mittleren bis schweren) schlaganfallbedingten Behinderungen weltweit.

Weitere Quelle:Feigin, V.L., Forouzanfar, MH et al. Global and regional burden of stroke during 1990-2010: findings from the Global Burden of Disease Study 2010. The Lancet, Vorab-Online-Veröffentlichung, 24. Oktober 2013. DOI:10.1016/S0140-6736(13)61953-4.

Beteiligen Sie sich an der Kampagne „Einer von sechs“. „Strike out Stroke“ (svw.: Schach dem Schlaganfall) – legen Sie sechs anderen Menschen nahe, sich dieser Herausforderung zu stellen.

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