Erweitern Sie Ihr Wissen über Schlaganfall

Betrachtet man ein einzelnes Blutgefäß, kann der Blutfluss zum Hirngewebe auf zweierlei Art behindert werden:

  1. durch Gefäßverschluss (ischämischer Schlaganfall)

  2. durch Rissbildung in der Gefäßwand, die zu einer Blutung im Gehirn führt (hämorrhagischer Schlaganfall)

Ischämischer Schlaganfall

Rund 87 % aller Schlaganfälle werden durch Minderdurchblutung oder vollständigen Durchblutungsausfall (Ischämie) ausgelöst.

Ischämische Schlaganfälle treten als Folge einer Behinderung des Blutflusses in einem Blutgefäß auf, das das Gehirn mit Blut versorgt. Dieser Art der Durchblutungsstörung liegt eine Erkrankung zugrunde, in deren Verlauf sich Fettstoffe in den Gefäßwänden ablagern. Die Erkrankung wird als Arteriosklerose bezeichnet. Die Fettablagerungen können zwei Arten von Durchblutungsstörungen hervorrufen:

Zerebrale Thrombose – sie steht in Zusammenhang mit einem Blutgerinnsel (Thrombus), das sich in dem verstopften Teil des Blutgefäßes bildet.

Zerebrale Embolie – sie hängt im Allgemeinen mit einem Blutgerinnsel zusammen, das sich an einer anderen Stelle des Kreislaufsystems bildet, in der Regel im Herzen und in den großen Arterien im oberen Brustkorb und Nacken. Ein Teil des Gerinnsels löst sich, gelangt in den Blutkreislauf und wandert durch die Hirnblutgefäße, bis es auf ein Gefäß trifft, dessen geringere Größe das Gerinnsel nicht durchlässt. Eine zweite wichtige Ursache für Embolie ist unregelmäßiger Herzschlag, bekannt als sogenanntes Vorhofflimmern. Bei dieser Erkrankung können sich Gerinnsel im Herzen bilden, sich dort lösen und in das Gehirn gelangen.

Hämorrhagischer Schlaganfall

Ungefähr 13 % aller Schlaganfälle werden durch eine Blutung (Hämorrhagie) ausgelöst. Sie ist das Ergebnis eines geschwächten Blutgefäßes, bei dem es zur Rissbildung kommt und Blut in die umgebenden Hirnbereiche ausströmt. Dieses Blut sammelt sich und übt Druck auf das benachbarte Hirngewebe aus. Man unterscheidet zwei Arten von hämorrhagischen Schlaganfällen: innerzerebrale und subarachnoidale Hämorrhagien.

Ein hämorrhagischer Schlaganfall tritt ein, wenn ein geschwächtes Blutgefäß reißt. In der Regel sind zwei Arten geschwächter Blutgefäße Auslöser von hämorrhagischen Schlaganfällen: Aneurysma und arteriovenöse Fehlbildung.

Als Aneurysma bezeichnet man die Ausweitung eines Blutgefäßes in einem geschwächten Bereich. Erfolgt keine Behandlung, setzt sich die Schwächung durch das Aneurysma fort, bis es zu Rissbildung und Gehirnblutung kommt. Als arteriovenöse Fehlbildung wird eine Anhäufung abnorm geformter Blutgefäße bezeichnet. Derartige Blutgefäße können reißen und ebenso zu Gehirnblutungen führen.

Quelle: Die Informationen auf dieser Website wurden der Welt-Schlaganfall-Organisation (WSO) von der American Stroke Association, einem WSO-Mitglied, aufbereitet und zur Verfügung gestellt.

Wenn Sie mehr zum Thema „Frauen und Schlaganfall“ lesen möchten: Literaturverzeichnis - Frauen und Schlaganfall (PDF)

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The Post Stroke Checklist
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