Weltweite Kampagne gegen den Schlaganfall 2014 - 2016

Schlaganfall – ein Thema auch für Frauen

Die Welt-Schlaganfall-Organisation (World Stroke Organization, WSO) und ihre Mitglieder und Partner weltweit starten eine globale Kampagne zum Thema „Frauen und Schlaganfall“ am Welt-Schlaganfall-Tag 2014, Mittwoch 29. Oktober 2014. Wir rechnen mit Ihrer fortdauernden Unterstützung, damit auch diese Kampagne zum Erfolg führt. Wir laden Sie ein, diese Website regelmäßig zu besuchen und sich mit einer Schlaganfall-Organisation der WSO in Ihrer Nähe in Verbindung zu setzen – fragen Sie dort nach, wie Sie helfen können. Eine Liste der WSO-Mitgliedorganisationen finden Sie hier.

Einige Fakten

Die Sterblichkeitsrate im Zusammenhang mit Schlaganfall ist bei Frauen höher als bei Männern. Sechs von zehn Todesfällen durch Schlaganfall treffen Frauen, vorwiegend in fortgeschrittenem Alter, in dem Schlaganfälle eine größere Gefahr bedeuten.

  • Viele der Hauptrisikofaktoren für Schlaganfall gelten häufiger für Frauen bzw. sind frauenspezifisch. Die Folge: jede fünfte Frau ist schlaganfallgefährdet, bei Männern dagegen beträgt das Risiko eins zu sechs. Von allen Bevölkerungsgruppen sind Frauen über 85 Jahren dem höchsten Schlaganfallrisiko ausgesetzt.

  • Frauen tragen ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. Einige der Risikofaktoren für Schlaganfall wie Diabetes, Migräne mit visueller Aura, Vorhofflimmern, Depression und Hypertonie treten häufiger bei Frauen auf, während zahlreiche weitere Risikofaktoren ausgesprochen frauenspezifisch sind, zum Beispiel Schwangerschaft, Präeklampsie, Einnahme von Verhütungsmitteln (insbesondere bei Bluthochdruck), Einnahme von Hormonersatzpräparaten nach der Menopause, hormonelle Umstellung und Schwangerschaftsdiabetes. Daher ist jede fünfte Frau schlaganfallgefährdet, bei Männern dagegen beträgt das Risiko eins zu sechs.

  • Die Folgen eines Schlaganfalls treffen Frauen in der Regel härter als Männer. Sie erleiden einen stärkeren Verlust kognitiver Funktionen, sind häufiger von Einweisung in eine Institution betroffen und nach dem Schlaganfall einem höheren Depressionsrisiko ausgesetzt. Frauen erhalten nach einem Schlaganfall im Vergleich zu Männern nicht die ihren gesundheitlichen Bedürfnissen entsprechende Pflege.

  • Frauen und Subtypen des Schlaganfalls. Einige der Schlaganfall-Subtypen wie die zerebrale Venenthrombose und die Subarachnoidalblutung treten weitaus häufiger bei Frauen auf.

  • Frauen und Depression.Die Folgen eines Schlaganfalls treffen Frauen in der Regel härter als Männer; darauf weisen ein stärkerer Verlust kognitiver Funktionen, häufigere Einweisung in eine Institution und ein höheres Depressionsrisiko nach dem Schlaganfall hin.

  • Frauen als Pflegekräfte. Die Pflegelast fällt überwiegend Frauen zu – ein wichtiger Aspekt des Themas „Frauen und Schlaganfall“. Forschungsergebnisse zeigen, dass Frauen, die ihren Ehepartner nach einem Trauma wie etwa Schlaganfall pflegen, häufig über verminderte psychische Gesundheit berichten. Darüber hinaus sind Frauen mit Depressionen einem höheren Schlaganfallrisiko ausgesetzt.

  • Frauen, die eine pflegerische Tätigkeit ausüben, erfahren eine Verschlechterung ihrer psychischen Gesundheit. Frauen, die ihren Ehepartner nach einem Trauma, etwa einem Schlaganfall, pflegen, berichten häufig über Einbußen ihrer psychischen Gesundheit, zum Beispiel aufgrund verstärkter Depressionen.

  • Vereinzelung und Einsamkeit. Frauen leben eher allein und sind verwitwet, bevor sie einen Schlaganfall erleiden. Nach einem Schlaganfall sind sie häufiger von der Einweisung in eine Institution betroffen und haben schlechtere Genesungsaussichten als Männer.

  • Frauen erhalten nach einem Schlaganfall nicht die Pflege, die Männer in dieser Lage erfahren. Frauen genießen häufig nicht das gleiche Maß an Behandlung wie Männer, obschon sich die gleichen Behandlungserfolge erzielen ließen.

  • Bei der Aufklärung zum Thema Schlaganfall besteht eine Kluft zwischen den Geschlechtern. Obwohl Frauen in der Regel die Anzeichen eines Schlaganfalls eher erkennen und mehr über Behandlungsmethoden wissen als Männer, zögern sie die ärztliche Untersuchung nach einem Schlaganfall hinaus und sind häufiger nicht über das Zeitfenster von 4½ Stunden zur Behandlung von Schlaganfällen informiert.

Durch die Art der Lebensführung ist Schlaganfall weitgehend vermeidbar. Um den Schlaganfall zu besiegen, benötigen Frauen jedoch geschlechtsspezifische Informationen, Tipps zur Vorbeugung und akute und langfristige Versorgung und Unterstützung. Unterstützen Sie die World Stroke Campaign 2014 und helfen Sie uns, die Sensibilisierung für diese Themen zu erhöhen, indem Sie Ihr Wissen über Gesundheit und Schlaganfallrisiko von Frauen vertiefen, sich an Aktivitäten zum World Stroke Day beteiligen und selbst eine Veranstaltung zu diesem Thema organisieren. Schlaganfall kennt keine Unterschiede - Schlaganfall betrifft uns alle.

Wenn Sie mehr zum Thema „Frauen und Schlaganfall“ lesen möchten: Literaturverzeichnis - Frauen und Schlaganfall (PDF)

Wir rechnen mit Ihrer Unterstützung. Gemeinsam können wir den Kampf gegen den Schlaganfall gewinnen!

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